Drei Methoden in der Praxis.
Drei Werkzeuge, drei Entscheidungen
In dieser Lektion bekommst du drei Methoden an die Hand. Sie sind einfach genug, um sie in einer Teamsitzung anzuwenden — und robust genug, um vor Investor*innen und Behörden zu bestehen.
Material-Ranking nach CO₂-Bilanz
Das Material-Ranking bewertet Baustoffe hinsichtlich ihrer CO₂-Emissionen und sortiert sie von hohem zu niedrigem Ausstoß. So entsteht eine fundierte Diskussion über Umweltwirkungen — besonders wertvoll in frühen Planungsphasen. Für Zukunftsorte trägt die Methode direkt zur Reduktion des CO₂-Fußabdrucks bei. In der Anwendung startet ihr mit einer groben Sortierung, gefolgt von gemeinsamer Analyse. Bei der regionalen Holzfassade von St. Georgen zeigte sich, wie effizient Holz als nachhaltiges Baumaterial sein kann.
Lebensdauer-Check
Der Lebensdauer-Check vergleicht zwei Bauvarianten hinsichtlich Langfristigkeit und Schutzwirkung — schlecht vs. gut geschützte Bauteile. Längere Haltbarkeit bedeutet nicht nur Kosteneinsparungen, sondern auch weniger Ressourcenverbrauch. Im Adler Areal Eutingen haben gut durchdachte Konstruktionen mit wetterresistenten Beschichtungen die Renovierungskosten wesentlich gesenkt.
Rückbaubarkeits-Check
Der Rückbaubarkeits-Check bewertet Bauteile nach ihrer Demontierbarkeit: verschraubt, verklebt oder vermörtelt? Eine gute Rückbaubarkeit ermöglicht spätere Wiederverwendung und reduziert Müll — zentral im Kreislaufgedanken. Beim Gasthof Schmid konnten durch verschraubte statt vermörtelte Elemente erhebliche Einsparungen beim Rückbau erzielt werden.